„StadtLesen“ und serendii auf der Frankfurter Buchmesse

Der krönende Abschluss für StadtLesen und serendii auf der Frankfurter Buchmesse

Frankfurt – 20.-23. Oktober
Messegelände Agora

Messen haben in der Geburtsstadt Goethes lange Tradition. Die Schauveranstaltungen mit Marktcharakter, die eine der wichtigsten Attraktionen des Jahres bildeten finden schon seit dem Mittelalter in Frankfurt statt. Angefangen bei den Frühjahrs- und Herbstmessen, bei denen Gewürze, Waffen und Stoffe feilgeboten wurden, erfreute sich auch die „Messe für Bücher“ bald großer Beliebtheit.

Die Frankfurter Buchmesse findet seit dem 15. Jahrhundert statt und ist heute die größte und bedeutendste internationale Buchmesse. 3.200.000 Besucher haben zwischen den Ständen der inzwischen 7.300 Ausstellern aus mehr als 100 Ländern scheinbar die „Qual der Literatur-Wahl“. Die Fachmesse richtet sich in erster Linie jedoch an Verleger, Agenten, Buchhändler, Bibliothekare etc. und ist nur an den letzten zwei Tagen offen für das allgemeine Publikum.

1976 wurden erstmals regionale und thematische Schwerpunkte gebildet – seit 1988 stellt die Messe jedes Jahr ein Gastland vor. Dieses veranstaltet ein kulturelles Rahmenprogramm mit Lesungen, Literaturförderung, Preisverleihungen usw.; heuer ist Flandern/die Niederlande zum zweiten Mal Gastland.

Begleitveranstaltungen in Frankfurt verbreiten allerorts das „Literaturfieber“ und als Höhepunkt gilt die Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels in der Paulskirche. Das literarische Jahr in Frankfurt ist gut befüllt mit Veranstaltungen und Aktionen, die das Lesen und Literatur in den Mittelpunkt stellen. So findet seit 2010 „Frankfurt liest ein Buch“ statt, bei dem ein in Frankfurt spielendes Werk im Rahmen zahlreicher Veranstaltungen öffentlich gelesen wird. Der gleichnamige Verein hat es sich zum Ziel gesetzt, ein Buch zum Gesprächsstoff und damit zum Gemeinschaftserlebnis für alle Menschen der Stadt Frankfurt am Main zu machen.

In Frankfurt herrscht ein einzigartiges Zusammenwirken aus Literatur und Ökonomie: Aufgrund der hohen Konzentration aus hier lebenden und arbeitenden Autor_innen, Verlagen, Vermittlern und Kritikern gilt es als Seismograph für kommende Entwicklungen auf dem Buch- und Mediensektor. Kein Wunder also, dass Frankfurt auch die größte internationale Buchmesse beheimatet.

Leave Comment