Lorsch freut sich auf StadtLesen und serendii

Lorsch – 01.-04. September
Benediktinerplatz

Lorsch ist eine deutsche Stadt im südhessischen Kreis Bergstraße und die nächste Haltestelle für die „StadtLesen“ Tour durch drei Länder. Bekannt ist Lorsch durch sein Kloster, welches zum Weltkulturerbe ernannt wurde. Seit 2010 führt die Stadt den Beinamen „Karolingerstadt“.

Wie Bodenfunde zeigen, war „Das Tor zur Bergstraße“ wie Lorsch auch genannt wird, durch die klimatischen Bedingungen bereits in der Jungsteinzeit besiedelt. Die Römer begannen um 40 n. Chr. das Gebiet militärisch zu besetzen und verdrängten damit die Kelten. Bei Grabungen im Kloster wurden sogar römischen Streufunde und Baureste entdeckt.

Das Kloster Lorsch zählt seit seiner Gründung in der Zeit der Karolinger bis hin in das Hochmittelalter zu den wichtigsten kulturellen Zentren. Den Apostelfürsten Petrus und Paulus geweiht, gewann das Kloster an großer Bedeutung als es die Reliquien des Märtyrerheiligen Nazarius erhielt. Im Besitz der Reliquien eines Heiligen zu sein bedeutete für ein Kloster die sichere Garantie eines raschen wirtschaftlichen Aufstiegs. Unter anderem wurden von hier aus die am Königshof entwickelten Bildungsprogramme verbreitet. Die Abtei beherbergt ein Skriptorium und eine umfangreiche Bibliothek und war somit eine der Größten und Bedeutendsten ihrer Zeit. Kräuterkunde spielte im klösterlichen Leben eine wichtige Rolle. Das gesamte Wissen über Medizin wurde im Lorschen Arzneibuch festgehalten. Das Buch, welches auf das Ende des 8. Jahrhunderts datiert wurde, ist die älteste erhaltene medizinisch-pharmazeutische Handschrift deutscher Herkunft.

Sogar im Nibelungenlied, die bekannteste Version der ältesten und weitverbreitetsten germanischen Heldensagen, wird das Kloster Lorsch als Grabstätte Siegfrieds erwähnt.

Von alten Sagen zu neuen Veröffentlichungen: Bei „StadtLesen Lorsch“ findet sich für jeden Geschmack etwas: auch Bücher des Verlages serendii. Wie Johann Wolfgang von Goethe schon längst gewusst hat: „Denn was man Schwarz auf Weiß besitzt, kann man getrost nach Hause tragen“. In diesem Falle jedoch nur im Geiste – denn die „Präsenzbibliothek StadtLesen“ hat ja noch ein paar Stationen vor sich…

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